Jürgen Hardt ist Bundestagsabgeordneter für den Bundestagswahlkreis 103 (Solingen / Remscheid / Wuppertal II).
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Donnerstag, 27. Juni 2002

REGIONALE 2006 - Projekt "Erlebnis Industriekultur"

"Wertvolle Industriekultur in Wuppertal hilft, dem Tourismus in unserer Region weiter Auftrieb zu geben, vor allem im Rahmen der REGIONALE 2006. Deshalb unterstützt die CDU-Fraktion das von der REGIONALE 2006 Agentur betreute Projekt ‚Erlebnis Industriekultur im Bergischen Städtedreieck', mit dem eine Route der lebendigen Industrie- und Unternehmenskultur aufgebaut werden soll, voll und ganz." Darauf wies jetzt der CDU-Stadtverordnete und Beiratsmitglied REGIONALE 2006, Volker Rösener, hin.

Die CDU hat inzwischen beantragt, von der REGIONALE 2006 Agentur auch prüfen zu lassen, ob neben den bereits 14 vorgesehenen "Ankerpunkten der Industriekultur im Bergischen Städtedreieck" zusätzlich der Kalkofen Eskesberg, der Mirker Bahnhof, die Herbringhauser Talsperre und die ehemalige Eisenbahnstrecke Oberbarmen-Beyenburg als Anlaufstellen für die touristische Route der bergischen Industriekultur aufgenommen werden können.

So wies Rösener darauf hin, daß im Industriedenkmal Kalkofen Eskesberg, vor 1850 erbaut, von einer Bürgerinitiative restauriert und jetzt als Außenstelle des Fuhlrott-Museums genutzt, fachkundige Führungen über das damalige Kalkgewinnungs- und -verarbeitungsverfahren stattfänden. Hinzu komme, daß der Kalkofen an das Wanderwegenetz "Eulenkopfwege" angebunden sei, das frühere und heutige Industriestandorte miteinander verbinde.

Der Mirker Bahnhof, so Volker Rösener, sei um 1879 als "grandioser Fachwerkbau" errichtet worden, der nach Stilllegung der alten "Rheinischen Eisenbahnstrecke" von Düsseldorf nach Wichlinghausen durch einen Privatmann restauriert wurde, heute für Ausstellungen und andere kulturelle Events genutzt werde. Der Mirker Bahnhof biete zudem ein guten Zugang zum angrenzenden Mirker Viertel, das weitere sehens- und beachtenswerte Industriedenk-mäler beherberge.

Mit dem "Ankerpunkt frühere Eisenbahnstrecke Oberbarmen-Beyenburg" könne nicht nur auf ein "landschaftlich einladendes", sondern auch auf ein "industriegeschichtlich interessantes" Areal aufmerksam gemacht werden. Diese Strecke führe noch heute an sehenswerten Industriebauten vom Ende des 19. Jahrhunderts vorbei, so z.B. an der Kammgarnspinnerei Hardt und Pokorny, der Tuchfabrik Vogelsmühle und dem heutigen Tuchmuseum "Tuchfabrik Wülfing" in Dahlerau. Nach Auffassung der CDU-Fraktion könne die Hereinnahme dieses "Ankerpunktes der Industriekultur" auch dazu beitragen, diese Eisenbahnstrecke nach ihrer Stilllegung 1989 bis zum Beginn der REGIONALE 2006 wieder befahrbar zu machen.

REGIONALE-Beiratsmitglied Volker Rösener sprach sich auch dafür aus, die Herbringhauser Talsperre als "Ankerpunkt der Industriekultur" zu berücksichtigen, da damit rund um eine dort zu besichtigende Trinkwasseraufbereitungsanlage eine Anlaufstation geschaffen werden könne, die den Wert und die Bedeutung der hier vor über 100 Jahren errichteten Talsperren für die Entwicklung von Industrie und Handwerk im Bergischen "begreifbarer und erlebbar" werden lasse.

Volker Rösener abschließend: "Mit diesem Antrag will die CDU frühzeitig ihre Anregungen im REGIONALE-Beirat einbringen, bevor endgültige Festlegungen im Projekt "Erlebnis Industriekultur im Bergischen Städtedreieck" getroffen werden."