Jürgen Hardt ist Bundestagsabgeordneter für den Bundestagswahlkreis 103 (Solingen / Remscheid / Wuppertal II).
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Montag, 31. Juli 2017

GWG: Pleite oder Zukunft?

300 Millionen Euro Schulden, Zinsbelastung in zweistelliger Millionenhöhe, Eigenkapital unzureichend? Diese Ausgangslage zwingt die Stadt als Hauptgesellschafter zum Handeln. Ein ökonomisch richtiger Verkauf der GWG scheint politisch nicht durchsetzbar. Obwohl der GWG schon fast 50 Millionen Euro durch die Stadt Wuppertal als Kapital zur Verfügung gestellt wurden, ist die Eigenkapitalquote in bedenkliche Tiefe gesunken.

Der nunmehr in der Presse veröffentliche Rettungsplan, von der Wirtschafts-prüfungsgesellschaft PWC erarbeitet, sieht einen „Kombinierten Ansatz“ vor. Dieser Ansatz sieht allerdings eine dauerhafte Belastung des Haushaltes in Höhe von 2 Millionen Euro jährlich, neben Sachleistungen und nötigem Verkauf aus dem Bestand der GWG vor.

Sollte dieser Weg vom Rat der Stadt beschlossen werden, ist mindestens sicherzustellen, dass gleichzeitig für die Geschäftsführung der GWG Zielvorgaben festgeschrieben werden und diese Zielvorgaben engmaschig durch externe Controller überwacht werden, insbesondere sind die Mieten der GWG dem Mietpreisspiegel anzupassen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass kurzfristiges Umsteuern innerhalb der GWG möglich sein muss.